Die Soziale Frage – Gründe, Erklärung und Lösungsansätze

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Was ist die “Soziale Frage?”

Als die “Soziale Frage” bezeichnet man alle Probleme, die durch die Revolutionen, aber hauptsächlich durch die industrielle Revolution hervor kamen. Diese waren, die geringen Löhne, unzureichende Absicherungen in Falle von Krankheiten, Unfall oder Tod sowie Wohnungselend, Hunger und Arbeitslosigkeit.

Im Zeitalter der Industrialisierung änderte sich drastisch das bürgerliche Leben. Die sozialen Probleme wurden von jeder Bevölkerungsgruppe anders dargestellt. So meinten die Besitzbürgertums, die fehlende Moral, Trunksucht und Faulheit der Arbeiter seien die Ursprünge. Demgegenüber standen die Bildungsbürgertums, sie meinten es lege am Klassenunterschied zwischen den Wohlhabenden (Bourgeois) und der Arbeiterklasse.

Trotz dieser Darstellung wollten die Arbeiter nur die Beseitigung der Symptome, und fragten nicht nach den Ursachen.

Daraufhin konnte keine einheitliche Lösung gefunden werden, die alle Beteiligten zufrieden stelle.

Wie kam es zur “Sozialen Frage”?

Während der Industriellen Revolution wuchs die Bevölkerung innerhalb von 100 Jahren um 162%.

Einer dieser Gründe für diesen Anstieg war die Aufhebung der Erbuntänigkeit und der Heiratsbeschränkung. Ein weiterer Grund war die Einführung von Schutzimpfungen und die hygienische Verbesserung. Auch in der Landwirtschaft gab es Veränderungen, und so konnten mehr Menschen ernährt werden. Doch aufgrund des Fortschritts und der Mechanisierung ging das Angebot an Arbeit in der Landwirtschaft zurück.

Zwischen 1810 und 1840 nahm die Zahl der Spinner und Weber im Leingewerbe zu. Sie bekamen aber für die Arbeit immer geringere Löhne. Die folgen waren Hungersnöte, Unruhen, Aufstände und vor allem Armut.

Um 1850 wanderten die Menschen in die Städte, in der Hoffung, Arbeit zu finden. Noch waren viele Menschen im Handwerk oder als Dienstboten beschäftig. Viele Mädchen mussten sich Arbeit in reichen Familien suchen. Es herrschten katastrophale Arbeitsbedingungen, dazu zählten die langen Arbeitstage(meist 14 bis 16 Stunden) und zu geringe Löhne. Erst um 1870 entstanden vermehrt Fabriken, Verkehrsanlagen, Wohngebäude und Unterkünfte für die Arbeiter. Viele Menschen fanden im Baugewerbe, in der Textilfabriken, Bergwerken, Eisenhütten und Maschinenfabriken Arbeit. Doch die Bedingungen waren schlecht, da es ein Überangebot an Arbeitskräften gab, konnte jeder jederzeit ersetzt werden. Krankheiten, Unfälle und Tod stürzten Familien ins Unglück, da es keine Unterstützung gab. In den meisten Fällen konnte der Mann seine Familie nicht ernähren. Die Arbeitgeber gingen nämlich nur dafür aus, dass der zu zahlende Lohn nur für den einen Arbeitnehmer reichen musste und seine Familie, Frau und Kinder, zählten dabei nicht, sie mussten selbst arbeiten. So entstand der Grundstein zu einer Ära der Kinder- und Frauenarbeit.

Lösung der “Sozialen Frage” – die Kirche

Die katholische und evangelische Kirche versuchte, durch soziale Einrichtungen Not und Elend zu lindern.

Die erste diese Einrichtungen wurde um 1833 von Johann Hinrich Wichern (1808-1881) in Hamburg – Horn gegründet. Das “Rauhe Haus”, beherbergt obdachlose Kinder, die dort auf das spätere Berufsleben geschult wurden. Wichern rufte noch andere Unterstützungen ins Leben, wie z.b. die “Innere Mission”. Diese war größer und weit verbreitet, sie half den erwachsenen Arbeitern.

Nicht nur die evangelische Kirche half, sondern auch die katholische Kirche. So gründete Adolf Kolping mit 33 Jahren um 1846 das erste Kolpingwerk. Die Kolpingwerke arbeiteten ähnlich die “Innere Mission”. Um 1864 hatten 420 Kolpingwerke ca. 60.000 Mitglieder.

Sowohl die “Innere Mission” als auch die Kolpingwerke existieren noch heute. Die “Innere Mission” betreut heue sozial schwächere. Heutzutage sind in dem “Rauhen Haus” Lehrwerkstätten, Schule, Diakonenanstalten und eine Verlagsbuchhandlung. Die damals geschaffenen Einrichtungen werden heute weniger beansprucht, weil die Sozialversicherung Arbeitslose unterstütz.

Lösung der “Sozialen Frage” – der Staat

Einige Politiker erkannte, dass sie sich der “Sozialen Frage” annehmen mussten. Die Abneigung der Arbeiter gegen den Staat und die Notleidenden, die um ihre Rechte kämpften, konnten gefährlich werden. Im Jahre 1839 wurde das Gesetz zur Einschränkung der Kinderarbeit in Fabriken erlasse. Ab 1883 traten verschiedene gesetzliche Versicherungen in Kraft. Man wollte nicht nur den Arbeitern helfen, sondern durch ihre politische Meinung zu ihren eigenen Gunsten beeinflussen.

Deutschland hat erst spät zu dem Industrialisierungsprozess beigetragen. Ein staatliches Patentgesetzgebung schützte die technischen Neuerrungen, dazu trat der Staat auch als Unternehmer auf.

Der Staat förderte durch Berufs-, Gewerbe- und Handelsschulen, sowie technischen Oberschulen, die Ausbildung des Nachwuchs.

Lösung der “Sozialen Frage” – die Arbeiter

Um 1870 sammelte sich durch die Industrielle Revolution jede Menge sozialer Sprengstoff an. Die Arbeiter hatten Probleme mit geringen Löhne, unzureichende Absicherung in Fall vom Krankheit, Unfall oder Tod sowie Wohnungselend, Hunger und Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Aufgrund der veränderte Lebensumstände beklagten sie sich und protestierte, indem sie die Fabriken und deren Einrichtungen zerstörten. Sie wollten und konnten sich nicht mit den Veränderungen abfinden.

Immer mehr Landarbeiter zogen in die Städte, um in den Fabriken arbeiten. Somit hatten die Fabriken genug Arbeiter, die für die Hungerslöhne arbeiten wollten.

Um diese Verhältnisse zu lösen, schlossen sich die Arbeiter zusammen, im sich ihre Rechte zu verschaffen. Die Arbeiter in Deutschland halfen sich mit Organisationen, sich gegenseitig zu Unterstützen(Konsumvereine) und sie wollten ihre eigenen Forderungen mit den Mitteln des Arbeitskampfes(Gewerkschaften) und der Politik(Arbeiterparteien) durchsetzen. Dazu mussten sich die Arbeiter zuerst einmal ihrer Macht gegen die Maschinen bewusst werden.

So heißt es in einem Lied von Georg Herwegh:

Mann der Arbeit, aufgewacht!

Und erkenne Deine Macht!

Alle Räder stehen still,

wenn Dein starker Arm es will!

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